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Freitag, 19. November 2010

Random

Ja, mich gibt's auch noch!

Hallöchen,
ja ich weiß, es war ein wenig ruhig in letzter Zeit auf meinem Blog, aber es gab einfach nicht so spannende Stories zu erzählen. In den letzten Uni Wochen waren alle um mich herum extrem gestresst und hatten viel zu lernen, nur ich war eigentlich entspannt, da ich ja keine Noten mit nach Deutschland nehme. Ich hab mich dann eher ein wenig gelangweilt und leider hat es auch sehr viel geregnet. Zwischendurch habe ich Ausflüge an die Gold Coast gemacht und mich ein wenig am Strand gefläzt. Philipp, ein Kommilitone von mir aus Düsseldorf, macht grad dort sein Auslandssemester und es ist nur ca. ne Stunde von Brisbane entfernt. Der Strand ist kilometerlang, nur leider ist die ganze Küste mit riesigen Hotelbauten zugemüllt, sieht etwas Ami-mäßig aus...
In den letzten zwei Wochen hatte ich dann 4 Klausuren, in jedem Fach eine. Alle im multiple-choice Format und manchmal musste man noch zusätzlich Kurzessays schreiben. Aus der Uni bin ich Klausuren ja garnicht gewohnt, meine Prüfungen sind ja fast immer mündlich. Das war echt ne Erfahrung hier, mit hunderten von Studenten in einem Saal, extrem strenge Regeln, dauernd Anweisungen mit dem Mikro wann man den Stift in die Hand nehmen darf usw., und viele Rentner die glaub ich ehrenamtlich Aufpasser spielen. Die meisten Klausuren sind bei mir auch eigentlich ganz gut gelaufen, mit ein bisschen mehr Vorbereitung (ja, ich war sehr faul...) hätten sie auch sehr gut werden können, multiple-choice ist jetzt nicht das Schwierigste.
Gestern haben dann alle ihre letzte Klausur gehabt und seitdem ist eigentlich Dauerparty. Hinzu kommt, dass natürlich alle ihre Abschiedsparties machen, unsere ist heute! Ein paar meiner Freunde haben Brisbane auch schon verlassen und allgemein ist die Stimmung schon ein wenig sentimental... Schließlich waren wir alle in der selben Situation, niemand hatte Familie oder Freunde hier und in 6 Monaten kommt man sich dann doch sehr nah. Und jetzt verabschiedet man sich mit dem Gedanken, hmm, diese Person werde ich vlt nie wieder sehen, schon komisch. Na ja, wir haben uns allerdings fest vorgenommen uns mit einigen wieder zu treffen und ich wär ja auch schön blöd die Chance nicht zu nutzen und Freunde in Mexico, Chile, Peru, Grenada, Kanada, Norwegen usw. zu besuchen!! Mama plant schon ihren Urlaub für nächstes Jahr ;-)
Apropos Mama: Sonntag ist sie schon bei mir! Ich kann's kaum erwarten und freu mich total auf unsere Reise. Die komplette Route ist jetzt geplant und gebucht: Wir fliegen am 24.11. nach Airlie Beach (nördlich von Brisbane) um dort einen 3-tägigen Segeltrip um die Whitsundays zu machen, natürlich mit Tauchen und Schnorcheln im Riff, dann gehts am 28.11. nach Cairns (ganz im Norden) und auf eine Regenwald-Tour (super, doch wieder Regen an meinem Geburtstag...). Am 2.12. kommen wir dann in Melbourne an und werden mal die griechische Gemeinde ein wenig aufmischen ;-) Melbourne muss richtig cool sein, ich hab schon einige gute Tipps von Freunden bekommen. Unter anderem werden wir dort einen Ausflug auf die berühmte Great Ocean Road machen. Am 7.12. fliegen wir dann ins rote Zentrum nach Alice Springs und machen eine 3-tägige Campingtour in den Nationalparks um den Uluru herum. Freunde haben mir empfohlen mich vor dem Schlafengehen zu betrinken, damit ich nicht die ganzen Tiere ums Zelt herum höre... Am 11.12. geht es dann schließlich nach Sydney und von dort am 15.12. nach Bangkok für 2 Tage. Und am 18.12. lande ich schließlich mittags um 12:50 Uhr in Düsseldorf! Das heißt, falls ich mich nicht doch noch entscheide zwei Monate länger hier unten zu bleiben, es ist schon verlockend sich noch ein wenig Neuseeland und Fidji oder die Solomon-Islands anzuschauen... Aber andererseits freue ich mich auch total euch alle wieder zu sehen! Grade wenn hier ein wenig der Alltag einkehrt stellt sich doch Heimweh ein... Und Weihnachten ohne die Familie ist auch uncool, obwohl, so am Strand mit Glühwein hat auch was, oder??
Auf Berichte von der Reise werdet ihr dann wohl warten müssen bis ich zurück bin, ich werde wahrscheinlich nicht oft Internet Zugang haben.
Unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist, in einem Monat sehe ich euch schon wieder!

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Kulturelle Kuriositäten III

Da ihr ja so gerne kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und Australien hört gibt es heute ein paar sprachliche Kuriositäten in Katharina´s kleiner Australien Schule ;-) Böse Zungen behaupten ja die Australier haben keine eigene Identität, weil eigentlich immer die Eltern oder mindestens die Großeltern aus Europa oder den USA abstammen und die weiße Bevölkerung in Australien eine nicht wirklich lange Geschichte aufweisen kann. Das hat auch zur Folge, dass die Australier viele ausländische und vorallem deutsche Wörter in ihren alltäglichen Sprachgebrauch übernommen haben. Dass das Wort "Kindergarten" sich auf der ganzen Welt verbreitet hat ist ja mittlerweile allseits bekannt. Ganz schön gestutzt hab ich aber, als ich zum ersten Mal das Wort "Schadenfreude" von Australiern zu hören bekam. Dafür gibts kein englisches Wort! Und dieses Wort ist mir jetzt schon häufiger begegnet, übrigens in einer sehr amüsanten Aussprache.
Ein weiteres adaptiertes Wort ist "Meidung", was aber glaub ich von den Amish peoplen aus den USA kommt.
Als dann heute meine Tutorin in der Uni auch noch verkündete, sie habe ihren Laptop "kaputted" konnte ich mich echt kaum halten vor Lachen!
Mittlerweile haben wir auch herausgefunden, dass es im englischen für manche deutschen Begriffe keine englischen Äquivalente gibt. So scheint es wohl kein Wort für "Kniekehle" zu geben (wir versuchen grade dieses Wort in den australischen Sprachgebrauch einzuführen, aber die Australier tun sich noch schwer...). Desweiteren gibt es kein Wort für "Ohrwurm", eigentlich auch ein schönes Deutsches Wort, oder?
Dann gibt es auch noch australische Ausdrücke die schlicht und einfach falsch sind und die die Australier dringend ändern müssen: So machen zum Beispiel die Hähne in Australien nicht "kikerikki" sonder Achtung (!!) "cocka doodle doo"... dafür hab ich keine Worte... und Frösche machen nicht "quack" sondern "rebbit".
Das erklärt wahrscheinlich auch warum ich manchmal nachts von lauten Affengeräuschen wach werde und denke vor meinem Fenster sitzt eine Horde wildgewordener Affen, aber nein, es sind Vögel!! Die armen Tiere in Australien sind einfach so verwirrt von den komischen Ausdrücken die Australier ihnen andichten, dass sie garnicht mehr wissen, was für ein Tier sie eigentlich sind und wie sie sich normalerweise anzuhören haben!! Total verstörte Identitäten... (Dieser Vogel nennt sich übrigens Kookaburra.)
Ach ja, und dann gibt es sobald es dunkel ist immer diese seltsamen Klickgeräusche. Es hat mich ein paar Wochen gekostet um drauf zu kommen von welchem Tier diese Geräusche ausgehen, aber jetzt weiß ich es: es sind kleine Geckos! Ich hab noch nie irgendwo auf der Welt gehört, dass Geckos Geräusche machen, aber hier in Australien klicken sie wie blöde... und richtig laut! Ihr seht, ein seltsames Land...
to be continued...

Samstag, 9. Oktober 2010

Road Trip

Montag, 4. Oktober 2010

Von Gladstone nach Brisbane

Wie gesagt, die Mädels warteten also schon, Mariza, Irina und Rocío. Die drei sind schon Freitag nach Cairns geflogen und dann alleine die Küste in unserem Camper bis nach Gladstone gefahren und waren dementsprechend auch etwas k.o. als sie ankamen. Wir sind dann aber noch direkt weiter nach 1770 gefahren, jaa der Ort heißt wirklich so und ist benannt nach der Ankunft von James Cook an dieser Stelle im Jahre 1770. Dort haben wir uns dann erstmal fix nach einem Campingplatz umsehen, man darf ja leider nicht irgendwo mit seinem Camper stehen und drin schlafen. Da die Plätze immer so gegen 18 Uhr schließen muss man immer fix einen Platz finden und da momentan 2 Wochen Schulferien sind, sind auch viele Plätze ausgebucht!
Auf der Fahrt habe ich dann meine ersten Mückenstiche abbekommen, jaa auch die australischen Mücken lieben mich leider... Auf Heron gab es keine einzige Mücke (war halt das Paradies, ne?!)...
Am nächsten Tag haben wir dann nur am Strand relaxt und uns ein bisschen umgeschaut, wir waren alle ziemlich k.o. von den letzten Tagen. Am nächsten Tag sind wir dann in einen Laden gegangen der Touren anbietet und gefragt was wir hier so machen können. Der Typ schlug uns vor einen Trip zu buchen der sich "Cast Away" nennt: man wird mit einem Flugzeug auf eine einsame Insel gefahren, übernachtet in Zelten im Busch und wird am nächsten wieder abgeholt. Wir haben ihm gesagt, dass wir uns eigentlich was günstiges vorgestellt hatten und als er dann meinte es kostet nur $75 pro Nase waren wir sofort dabei (normalerweise zahlt man für die meisten Tagesausflüge schon $130). Am nächsten Morgen hat uns dann also der Pilot abgeholt, wir hatten Verpflegung und Klamotten im Gepäck. Am Flugplatz angekommen erwartete uns eine winzige etwas angerostete Cessna mit vier Sitzplätzen, er musste daher zwei mal fliegen. Der Flug war dann... naja...ich weiß nicht wie ich ihn beschreiben soll...wackelig war er sowieso, das Problem war aber eigentlich das unser Pilot ein bisschen durchgeknallt war und sich für einen Kunstflieger gehalten hat... Die Türen hat er erst kurz vor dem Abheben geschlossen und in dem Moment als wir ein Foto auf dem Flug machen sollten ist er in den Sturzflug gegangen um danach wieder aufzusteigen... ich hab mich gefühlt wie in einer Achterbahn, nur das ich das Gefühl hatte ich muss jeden Moment sterben, ihr könnt euch garnicht vorstellen wie ich mit Rocío hinten gekreischt habe, wir haben uns nur aneinander geklammert, während Irina vorne einen heiden Spaß hatte! Nach 15-minütigem Flug mit so allerlei Manövern gings dann endlich in den Landeanflug, da es jedoch eine einsame Insel war, gabs natürlich keine Landebahn und wir sind am STRAND gelandet!! War jedoch sehr sanft. Meine Erleichterung, dass ich noch am Leben war hielt allerdings nicht lange an. Als wir aus dem Flugzeug stiegen erwartete uns am Strand gleich eine Schlange, die sich nach Begutachtung durch unseren Piloten als ein Taipan herausstellte. Das ist nebenbei nur die tödlichste Schlange auf der ganzen Welt. Wir waren dann doch leicht hysterisch und haben schon überlegt wie wir wohl die Nacht überstehen sollen... Nach erfolglosen Versuchen des Piloten die Schlange zu verscheuchen, die allerdings nur in aggressiven Angriffen der Schlange endeten (zum Glück war sie im Sand nicht so schnell, wir hatten schon Angst wir kommen nicht mehr von der Insel runter weil unser Pilot hier abkrazt!), entschied er sich schließlich sie um die Ecke zu bringen. Ich glaub wir haben nur gekreischt...
Da es auf der Insel keinen Handyempfang gab und unsere einzige Möglichkeit im Notfall an Hilfe zu kommen ein Leuchtturmwärter-Päarchen war, haben wir also als erstes den Weg (40 Minuten) durch das Buschinnere der Insel zum Leuchtturm erkundet ;-) Anschließend sind wir noch zu einem einsamen Strand gewandert und haben auf unserem Weg einige riesige Warane gesehen, sehr beeindruckend, aber zum Glück keine weiteren Schlangen.
Zurück im Camp haben wir dann erstmal unser Schlaflager bezogen, etwa 10 Meter vom Strand entfernt im Busch, da wir nicht im Dunkeln dort rumhantieren wollten. Inzwischen war auch ein weiteres Päarchen gelandet und wir waren froh, dass wenigstens ein mutiger Junge im Camp war! Unsere Küche bestand aus einem Gaskocher und unsere Toilette war ein großes Loch mit Klobrille und dem besten Ausblick den ich je auf einer Toilette gehabt habe, nämlich auf das Meer ;-)
Ein großes Problem für mich waren die Mücken und vorallem fiese, riesige Bremsen. Darauf war ich nicht vorbereitet und so hatte ich gleich 10 Minuten nach unserer Ankunft 4 Bremsenstiche auf die ich auch in Deutschland allergisch reagiere... Die Stiche sind daher etwa so wie mein Fuß angeschwollen, nur diesmal an den Armen und Beinen und ich sah echt mutiert aus... Zurück auf dem Festland hab ich mir erst mal Tabletten und was gegen den Juckreiz gekauft und so langsam wirds auch besser!
In der Nacht in den Zelten haben wir alle nicht wirklich gut und lange geschlafen und um 10 Uhr morgens kam dann auch schon wieder crazy Bruce (der Pilot). Wir haben ihn diesmal gebeten nicht so viele Tricks zu machen und er hat sich auch (fast) dran gehalten! Später hat er uns erzählt, dass ihm ca. einmal pro Woche jemand ins Flugzeug kotzt, kein Wunder! Bruce hatte ne Menge Geschichten auf Lager, von Päarchen die in seinem Flugzeug seiner Aussage nach dem "Mile High Club" beigetreten sind oder Schlangen die mitten während des Fluges im Fußraum aufgetaucht sind...
Wieder festen Boden unter den Füßen haben wir uns dann mit unserem Camper auf den Weg nach Noosa gemacht, wo wir Samstag abend angekommen sind. Noosa ist ein ziemliches Luxusörtchen mit vielen schicken Restaurants und Hotels und war voll mit Australiern. Alles was wir wollten war aber erstmal eine ordentliche Dusche, wir hatten ja einen Mix aus Sonnenmilch, Mückenabwehr, Juckreiz milderndem Mittel, Sand und Salzwasser auf der Haut. 24 Stunden cast away war für meinen Geschmack auch genug, war ne super Erfahrung und wir hatten viel Spaß, aber viel länger hätte ich mit all den Bremsen nicht ausgehalten. Sonntag gings dann recht früh wieder zurück nach Brisbane, wir waren alle ziemlich k.o. Ich hatte wirklich meine tollste Zeit bisher hier in Australien, aber campen schlaucht auch ganz schön. Die Nächte waren halt immer kurzund nicht wirklich erholsam!
Jetzt geht´s in den Uni-Endspurt: noch 4 Wochen Vorlesungen und 2 Assignments, dann eine Woche frei und dann zwei Wochen End-Klausuren und dann wars das schon. Ich dreh schon langsam ein bisschen am Rad und versuche noch alle meine Pläne in den nächsten Wochen unterzubringen...
Demnächst gibts dann wieder Neuigkeiten aus Brisbane!

Heron Island

Ich im Paradies...

Vorletzten Freitag ging es dann endlich los zu dem heißersehnten field trip nach Heron Island im Great Barrier Reef. Die Fahrt über Nacht mit dem Bus nach Gladstone war anstrengend und in Gladstone haben wir dann 5 Stunden auf das Ablegen der Fähre gewartet da es wohl Probleme mit einem Kran gab der das Gepäck auf den Katamaran laden sollte. dafür gabs dann als Entschädigung freie Chips und Getränke an Bord, schließlich waren ja vorallem viel zahlende Resort Gäste an Bord. Die Insel ist ca. 800 m lang und es gibt nur die universitätseigene Firschungsstation und ein Luxusresort, keine Straßen, nur Trampelpfade, extrem viele Vögel und keinen Handyempfang oder Internet, also ein Traum!!
Kaum angekommen wurden wir direkt in Tauchanzüge, Schnorchel und Flossen gesteckt und es ging zum ersten Schnorchelgang im Sonnenuntergang. Am nächsten morgen gings dann mit dem Boot raus zum Riff-schnorcheln. Dort gabs dann auch die ersten Haie (white/black tip sharks) und die erste Aufregung, die meisten haben sich aber schnell wieder eingekriegt und am nächsten Tag war es schon das normalste der Welt mit Haien zu schwimmen. Die interessieren sich echt nicht die Bohne für uns solange wir sie nicht bedrängen und das wäre mir im Traum nicht eingefallen! Später haben wir uns dann in kleine Forschungsgruppen zuammen getan und mussten uns ein Projekt ausdenken. Wir haben uns überlegt, dass wir morgens und abends Plankton fischen und dann beide Fänge miteinander vergleichen. Dazu mussten wir Proben unter dem Mikroskop vergleichen und die einzelnen Arten im Plankton identifizieren und ich glaub wir haben sogar ne neue Art entdeckt denn keiner unserer Tutoren oder Professoren konnte sie identifizieren! Das war echt sehr lustig und alle waren begeistert von unserem Projekt und daher haben wir am Ende auch den Preis für das beste Forschungsprojekt bekommen.
Die Tage liefen eigentlich ähnlich ab, wir konnten uns die Zeit frei einteilen und somit waren wir meist 3-4 Stunden täglich schnorcheln am Riff, es gab einfach so viele tolle Sachen zu sehen. Ich glaube ich habe alle Tiere aus "Findet Nemo" gesehen und noch einige mehr! Das Wetter war zudem traumhaft (ganz im Gegensatz zum Festland, wo es viel geregnet hat. Wir hatten hier den verregnetesten September seit der Wetteraufzeichnung!). Morgens um 6 Uhr waren wir als erstes im Wasser, die ersten Tage wegen unserem Projekt und die nächsten Tage freiwillig weil das Wasser komplett still war und wir wirklich jede Sekunde ausnutzen wollten. Abends haben wir dann bei Vollmond am Strand gesessen, einen atemberaubenden Sternenhimmel gesehen (sind ja keine Städte in der Nähe und man saß wirklich wie unter einer Kuppel, die Sterne haben fast das Meer am Horizont berührt) und die Schildkröten beobachtet die an Land kamen (fangen bald an ihre Eier dort abzulegen, im Moment verstecken sie sich aber noch an Land vor den Männchen). Meist haben wir nur so 5-6 Stunden Schöaf bekommen, aber man war sowieso die ganze Zeit wie berauscht von der Schönheit der Insel...
Ich hätte nie gedacht dass ich jemals auf so eine Paradies Insel käme, das waren echt einmalige, atemberaubende Eindrücke und man verliert auch schnell seine Angst vor den ganzen gefährlichen Tieren: am zweiten Tag bin ich angstfrei mit riesigen Stachelrochen, allerlei Haien, Seeschlangen und giftigen Fischen geschwommen!
Der Abschied von der Insel fiel dann auch richtig schwer, man fängt irgendwie ganz schnell an alles um sich herum zu vergessen und lebt nur noch auf der Insel, wirklich ein tolles Gefühl... Schaut euch einfach die Bilder an, ich glaub da braucht es nicht viele Worte! Die ganzen Unterwasserbilder hat unser Tutor mit seiner Kamera gemacht, es gibt sogar ein Video in dem wir mit den Haien schwimmen! Es lohnt sich in der nächsten Woche immer mal wieder in die Alben zu schauen, da ich noch nicht alle Fotos zusammen hab.
Letzten Mittwoch gings dann mit kleinen Tränen wieder runter von der Insel und aufs Festland, wo mich dann schon meine Mädels und die nächsten Abenteuer auf unserem road trip erwartet haben...

Freitag, 24. September 2010

Finale Vorbereitungen...

Hallo meine Lieben,
in den letzten zwei Wochen gab es nicht viel zu berichten, ich hatte extrem viel für die Uni zu tun, 4 Abgaben in zwei Wochen und da ich ja nicht dafür bekannt bin früh genug mit meinen Sachen anzufangen gibts dann immer Stress am Ende. Diese Assignments hier sind echt fies, so oberflächlich auch die Veranstaltungen manchmal sein mögen, die Berichte sind das absolute Gegenteil. Man ist ziemlich auf sich allein gestellt bei der Ausarbeitung, hat nur ein paar formelle Vorgaben und ein Word-limit (das mich echt wahnsinnig macht, da die Assignments sehr umfangreich sind, man soll seine Antwort dann aber bitte schön in 1500 Wörter oder so packen.). Leider war es in der letzten Woche nur bewölkt und hat auch viel geregnet, es ist aber nicht kalt, dafür extrem schwül. Mir macht das schon ein bisschen zu schaffen, bin viel müde und krieg schnell Kopfschmerzen.
Heute Nacht (nachdem ich hoffentlich noch mein letztes Assignment fertig bekomme) gehts dann endlich mit der Uni auf den sehnsüchtig erwarteten zweiten field trip. Wir fahren die ganze Nacht mit dem Bus die Küste rauf nach Gladstone und setzen dann von da aus nach Heron Island rüber. Auf dieser winzigen Insel gibt es nur die universitätseigene Forschungsstation und ein Luxus-Resort. Als normaler Touri hat man garkeine Chance auf die Insel zu kommen. Dort erwartet uns dann hoffentlich grandioses Wetter (ist jedenfalls angekündigt), glasklares Wasser, Korallenriffe, Schnorcheln und leider auch so allerlei Getier (definitiv Haie!!). Ich bin echt gespannt!
Am Mittwoch gehts dann wieder aufs Festland und der field trip ist vorbei. Drei Freundinnen sammeln mich aber dann mit einem Camper ein und wir fahren bis Sonntag die Küste entlang zurück nach Brisbane. Die Mädels sind schon heute nach Cairns geflogen und haben einen straffen Plan damit sie pünktlich am Mittwoch bei mir in Gladstone ankommen.
Ich freu mich jedenfalls total auf den Trip und bin froh mal wieder ein bisschen raus zu kommen. Die letzten zwei Wochen waren definitiv zu Uni-lastig für meinen Geschmack...
Ich hoffe ich kann euch danach wundervolle Bilder präsentieren,
bis bald,
eure Katharina

PS: Da fällt mir ein, ein paar Sachen haben wir doch gemacht in den letzten Wochen: Riesenfeuerwerk zum Brisbane Festival Auftakt (sehr spektakulär mit Kampfjets die einen riesen Feuerschweif hinter sich hergezogen haben, nachdem vorher auch noch Militärhubschrauber vorgeführt wurden hab ich mich ein bisschen wie im Krieg gefühlt...), Open Air Oper (Die Hochzeit des Figaro in Englisch, sehr amüsant...), Open Air Konzerte (zum Brisbane Festival), den mexikanischen Nationalfeiertag mit Tortillas feiern und schlußendlich nun auch in die Geheimnisse des AFL (Australian Rules Football) eingeführt worden, übrigens mein Favourit hier unter den Ei-Sportarten!!

Mittwoch, 15. September 2010

Halb tot...


So, da manche Leute ja gerne möchten, dass ich näheren Kontakt mit tödlichen Tieren in Australien mache, wollte ich nur mal kurz anmerken, dass ich es schaffe schon von ein paar Mücken(vlt auch Ameisen, ich weiß es nicht genau)-stichen fast zu sterben!!! Ich steh nach der Uni so auf dem Campus rum und unterhalte mich, da spür ich´s ein bisschen brennen auf meinem Fuß, tat aber nicht wirklich weh. Zu Hause seh ich dann, dass mich irgendwas 4 (!) Mal gestochen hat und am nächsten Morgen sah mein Fuß dann so aus! Schön dick angeschwollen, heiß, juckend und druckempfindlich. So sah er übrigens dann die nächsten drei Tage aus, langsam kann ich wieder Schuhe anziehen...
Ich möchte also bitte keinen tödlichen Tieren hier begegnen, denn die bringen mich dann wahrscheinlich wirklich in Rekord-Zeit um!

PS: Hab vor dem Haus vor ein paar Tagen eine riesen Spinnenhülle gesehen, so richtig schön haarig und dick. Und irgendwo muss die gehäutete Spinne (jetzt noch größer) sich ja rum treiben... Ich freu mich!

PPS: Hier übrigens mal ein Link zu einem Video der australischen Tourimusbehörde zu den tödlichen Tieren hier! http://www.youtube.com/watch?v=wy_TB6onHVE
Wirklich sehr amüsant!

Dienstag, 7. September 2010

Fernsehen

Jetzt muss ich mal was zum Fernsehen in Australien schreiben. Man könnte ja denken am anderen Ende der Welt bekommt man ganz anderes Fernseh-Programm, aber falsch gedacht... Als ich das erste Mal die Kiste angeschaltet hab sprang gleich Heidi Klum in einer Schwarzkopf Werbung über den Bildschirm, beim nächsten mal lief "Bauer sucht Frau" ("The farmer wants a wife"). Allerdings immerhin mit extrem gut aussehenden Bauern, die auch nicht mehr mit ihren Eltern zusammen wohnen, und auch nicht alle 50 sind. Darunter übrigens so ausgefallene Bauern wie: Austernfarmer usw. Weiter gings dann mit "X-Factor" (sowas wie Deutschland sucht den Superstar. In der Jury u.a. Ronan Keating und Natalie Imbruglia) und heute dann der Oberschock: "Schlag den Raab" auf australisch: "Beat the star". Der hat dieses Format doch tatsächlich in die ganze Welt verkauft mit exakt der gleichen Musik, einem identischen Studio und gleichen Spielen! Das ist doch echt ernüchternd, dass es nicht mal neue Sendungen zu entdecken gibt!
Es gibt übrigens ganze 4 Programme. Bin auch gleich mal ins Fettnäpfchen getreten als ich einem australischen Kommilitonen vorgejammert hab, dass ich nur 4 Programme habe und er dann meinte, dass das hier normal sei! Die wenigsten hätten Pay-TV und somit mehr Sender.
Insgesamt haben alle 4 Sender Privatfernsehen-Charakter und die Nachrichten sind sehr regional auf Queensland ausgerichtet...
Ansonsten sind allerlei Kriminal-Serien (CSI, CIS oder wie die alle heißen) extrem beliebt und wenn die beliebteste Kochshow läuft sieht man keinen Australier mehr auf der Straße!
Extrem nervig ist, dass im Schnitt alle 7 Minuten Werbeblöcke laufen, zwar nicht so lange wie bei uns, aber einfach unglaublich oft.
Fazit: Die Australier schaffen es das Niveau des deutschen Fernseh-Programms noch zu unterbieten!!

Freitag, 3. September 2010

Uni Alltag

Auf Grund der Nachfrage schreib ich euch jetzt mal was zu meinem Unialltag (der ganze 3 Tage pro Woche lang ist) ;-) Ich habe also 4 Fächer belegt, mehr oder weniger geht auch nicht. Ein Fach besteht meist aus einer Vorlesung und einem Tutorium von jeweils 1:50 Std., nicht wie bei uns 1:30 Std! Das ist schon echt lange, manche ziehen die Vorlesung ohne Pause durch und sich dann auch noch auf Englisch so lange zu konzentrieren ist manchmal schwer. Zur Uni gehe ich also nur von Dienstag bis Donnerstag.

Die ersten zwei Uniwochen haben mich schon ein wenig runtergezogen. Ich konnte ja leider nicht die Kurse wählen, die ich wollte, musste nun in Bachelor-Kurse und hab in den ersten zwei Wochen eigentlich in keinem Kurs etwas neues gelernt. Das war schon frustrierend, weil ich doch an meiner Uniwahl gezweifelt habe, konnte ja aber auch nix dran ändern, weil sie mir ja erst vor Ort gesagt haben, ich könne meine Kurse nicht belegen.
Dazu kam, dass die Veranstaltungen hier deutlich anonymer sind als in Deutschland bzw. Düsseldorf, wer hätte das gedacht... Das bedeutet, die Vorlesungen sind recht voll und in den Tutorien reden die meisten garnicht miteinander! Ich dachte ja die würden sich alle schon untereinander kennnen, aber das ist nur bei wenigen der Fall. Ein Großteil studiert auch nicht richtig Psychologie, sondern absolviert einen Bachelor in irgendwas und belegt mal so ein zwei Psychologie Fächer, hab das Gefühl, das gehört hier irgendwie so dazu.
Meist setzen sich die Leute auch nicht nebeneinander sondern lassen einen Platz zum Nachbarn frei. Das war echt hart, selbst wenn man mal Fragen gestellt hat und versucht hat Kontakt aufzunehmen, haben sie zwar freundlich geantwortet, aber sich dann auch wieder weg gedreht. Auch wenn man sich also schon mal unterhalten hat, heißt das noch lange nicht, dass man sich auch Tschöö sagt geschweige denn beim nächsten Mal Hallo! Die meisten scheinen da echt für sich bleiben zu wollen...
Mittlerweile habe ich zum Glück in jedem Kurs ca. 1 Person mit der ich quatschen kann und die mich auch grüßt (hat ja auch lang genug gedauert!), darunter auch zwei Australier. Ich bin jedenfalls unglaublich froh, dass ich schon so viele Leute am Anfang kennen gelernt habe, sonst wär ich in den letzten Wochen glaub ich echt depressiv geworden und würde mich zu Hause zu tode langweilen.

Meine Kurse werden langsam auch interessanter, ich lerne also (zum Glück) auch neue Sachen! Und es ist schon sehr interessant mal die Herangehensweise der Australier kennen zu lernen, die ist nämlich schon anders. In einem Fach zum Thema Sozialpsychologie (Gruppenprozesse usw.) in dem die Prof. genauso aussieht wie Prof. Pause (meine Sozialpsychologie Prof. in Düsseldorf), wird z. B. fast jede Vorlesung mit den Worten eingeleitet: "I´m sorry folks, but our topic for today is quite depressing" ich finde die Themen immer alles andere als depressiv und vorallem hoch spannend... in der letzten Stunden hat sie dann Evaluationsfragen ausgewertet und das Feedback der Studenten lautete: zu viel Theorie (sie macht aber nur ganz oberflächlich Theorie), mehr Beispiele (die Vorlesung besteht schon fast nur aus Beispielen), weniger psychologisches Fachvokabular (Hallo? Ihr seid im letzten Semester von eurem Bachelor, also gewöhnt euch gefälligst langsam mal an das psycho Fachvokabular!).
Insgesamt sind mir viele Veranstaltungen schon ein wenig zu oberflächlich (das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber da Düsseldorf schließlich sehr wissenschaftlich ausgerichtet ist, ist es schwer sich an so ein praxisbasiertes Studium zu gewöhnen), da fehlt oft die theoretische Basis dahinter oder wird nur kurz gestreift, aber das ist womöglich auch ein Produkt des Bachelors und vermutlich auch so gewollt. Wenn aber Studenten im letzten Psycho Semester nicht wissen was ein randomized controlled trial ist, das man Hypothesen nicht bestätigen kann, sondern nur falsifizieren und dass es strenge ethische Richtlinien bei der Durchführung von Experimenten gibt (nein, das Milgram Experiment darf man so heute nicht mehr replizieren...), dann packt man sich schon an den Kopf und fragt sich was sie die letzten Jahre gelernt haben!! (Alle nicht Psychos müssen den letzten Abschnitt übrigens nicht verstehen ;-) )

Wie auch bei Barbara in Neuseeland wird man dafür zugeschüttet mit Aufgaben während des Semesters, was sich ja auch sehr unterscheidet zu unserem System in Deutschland! Dauernd muss ich sogenannte Assignments abliefern, meist Essays (hab ich das letzte Mal in der Schule gemacht...), Research Reports oder Case Studies (die sind allerdings echt hilfreich und lehrreich, weil man oft einen Therapieplan für einen Klienten erstellen muss, basierend auf einer bestimmten Therapierichtung). Oft sind die Assignments nicht besonders anspruchsvoll, aber einfach umfangreich und viele zur selben Zeit. Meiner Meinung nach also alles eher ein bisschen mehr auf Quantität als auf Qualität gesetzt.
In einem Kurs muss ich jede Woche Hausaufgaben machen und es gibt auch Noten für Teilnahme und Anwesenheit (fehlt eigentlich nur noch eine Note zum Betragen und Sozialverhalten...), da fühl ich mich doch extrem in die Schulzeit zurück versetzt und merke, wie sehr ich mich an das deutsche System und meine Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit gewöhnt habe! Aber immerhin hat man so schon mal einen Teil der Endnote relativ einfach gesichert. Meist wird die Endnote aus 2-3 Assignments während des Semesters und einer Endklausur gebildet. Dabei sind die Assignments unterschiedlich stark gewichtet, häufig tragen die Endklausuren mit ca. 50% am meisten zur Endnote bei.
Meine interessanteste Erfahrung mit der Uni ist allerdings, dass alles doch so anonym ist, da ich mir das total anders vorgestellt hab. Im Vergleich finde ich Düsseldorf da z.B. weniger anonym! Da kennt man nach ein paar Jahren wenigstens ein paar der Lehrkräfte und bekommt ein bisschen Kontakt zu den Professoren, das ist hier echt garnicht der Fall! Liegt wohl auch daran, dass der Studiengang deutlich größer ist. Es ist z.B. viel schwieriger einen Platz in der Sprechstunde zu bekommen.

So, da ich ja jetzt wieder Wochenende hab gehts heute abend zum Rugby (muss man sich einmal im Stadion angeschaut haben) und morgen dann zum Surfen und abends zum Feuerwerk beim Riverfestival in Brisbane. Drückt mir die Daumen, dass ich nicht 2 Liter Salzwasser schlucke oder von Haien angeknabbert werde!

Eure Kathi

Sonntag, 29. August 2010

Byron Bay

Das Abenteuer geht weiter...

Hallöchen,
ich bin grade von meinem 3-Tagestrip nach Byron Bay, ca. 2 Stunden südlich von Brisbane, zurück gekommen. Byron gilt als eine der Hippie-Hochburgen mit nettem Surferstrand und dem östlichsten Punkt auf dem Festland Australiens. Nachdem ich Freitag morgen mit Mariza dort angekommen bin haben wir uns ein bisschen das Städtchen angeschaut, ist eigentlich schon sehr touristisch, aber da ja momentan Winter ist, ist zum Glück noch nicht so viel los. Den Rest des Tages haben wir dann am Strand gefläzt... Abends waren wir so k.o. von der Sonne, dass wir es kaum bis 21 Uhr geschafft haben unsere Augen aufzuhalten. Das war aber auch gut so, da wir am nächsten Tag nämlich als erste in Australien den legendären Sonnenaufgang von Byron Bay bewundern wollten: Das hieß allerdings um 4:40 Uhr aufstehen, ca. 1 Stunde zum Leuchtturm laufen (übrigens sehr gruselig, weil dauernd riesige Bats vor einem rum flattern!) und schließlich mit ein paar Japanern den tollsten Sonnenaufgang, den ich je gesehen habe, genießen! Nicht zuletzt war er so einzigartig, weil pünktlich zum Sonnenaufgang die Buckelwale und Delfine anfingen vor unserer Nase aus dem Wasser zu hüpfen... einfach genial! Ich war leider nie schnell genug mit der Kamera, aber Papa und Beate haben ja das Beweistelefonat mit dem Aussie geführt (falls ihr auch alle denkt ich hätte was geraucht im Hippie-Dorf!).
Die Geschichte wird aber noch verrückter:

Als wir zurück in der Stadt uns endlich für ein nettes Café zum frühstücken entschieden haben, sind wir dort mit ein paar Einheimischen ins Gespräch gekommen, darunter auch ein paar deutsche Auswanderer (darunter eine Dame aus Rheinhausen, insgesamt sind von den 6000 Einwohnern in Byron, 300 Deutsche, die sind hier einfach überall!!) Irgendwann meinte dann einer, ob wir nicht Lust hätten mit dem anderen in seinem Helikopter mitzufliegen. Wir natürlich: "Na klar, jetzt sofort?", dachten aber noch er veräppelt uns und haben so unsere Späße gemacht. 10 Minuten später meint er, gut dann lass uns mal gehen jetzt. Uns wir so: "Häh wie, echt jetzt??" Er: "Ja klar, ich muss nur kurz tanken fliegen!"

Dann sind wir also mit seinem BENTLEY (!!) zu SEINEM Helikopter-Hangar gefahren, haben seinen Luxus-Heli (der übrigens die gleiche Innenausstattung und Farben wie sein Bentley hat) raus geholt und sind ca. 1 Stunde lang die Küste von Australien auf und ab geflogen... Ich kann´s immer noch nicht so ganz glauben, aber es war echt der Hammer!! Wir haben dutzende von Delfinen und ein Buckelwal-Paar in dem glasklaren, türkisen Wasser von oben gesehen, ein Traum...

Zurück am Flugplatz waren wir immer noch ein bisschen benebelt und sprachlos, er konnte uns dann nicht mit zurück in die Stadt fahren, weil er mit dem Heli weiter geflogen ist, meinte aber, dass vorne an der Kreuzung dauernd Hippies vorbei kommen, die uns auf jedenfall mitnehmen. War uns aber auch egal, wir wären auch 2 Stunden zurück gelaufen... Dann kamen aber tatsächlich nach 5 Minuten zwei alte Hippies und haben uns mitgenommen, sie haben allerdings nur angehalten, weil sie eine Raupe aus ihrem Auto ins Gras setzen wollten... Die Fahrt war dann auch sehr aufschlussreich, sie haben von ihren früheren Leben erzählt und waren ganz begeistert als sie gehört haben, dass ich Psychologie studiere, von wegen Hypnose usw. Ich hab sie einfach mal in dem Glauben gelassen, dass ich so ein Esoterik-Zeug studiere ;-)

Zurück in Byron haben wir dann die anderen von unserer Clique getroffen, die wollten sich ganz vorbildlich nicht drei Tage von der Uni frei nehmen uns sind daher nachgekommen (ich bin soooo faul hier was die Uni angeht...)
Wir haben dann denn restlichen Tag am Strand verbracht und lustige Hüpfbilder gemacht (stell ich in den nächsten Tagen noch rein, hab noch nicht alle Bilder).

Heute waren wir dann auch wieder am Strand (das wird irgendwie auch nicht langweilig...) und dann noch ein bisschen Hippie-Schmuck shoppen.

Insgesamt also ein hammer Wochenende, morgen geht´s wieder zur Uni ;-( muss bis Donnerstag noch einen Report schreiben...

Montag, 23. August 2010

North Stradbroke Island

Endlich erster Sonnenbrand...

Letztes Wochenende stand mein erster Field Trip mit meinem Meeresbiologie-Kurs nach North Stradbroke Island an. Die Insel liegt direkt vor dem Festland bei Brisbane, insgesamt ist man etwa 1,5 Std unterwegs. Freitag morgen gings um 7(!)Uhr von der Uni aus mit 47 Studenten los zur universitätseigenen Moreton Bay Research Station. Schon morgens hat es geregnet, Regenpausen gabs nur kurz, wenn wir grade alle zum Essen drinnen waren...

Auf der Station angekommen gings direkt an den Strand der 10 Meter vor der Station lag, da grad Ebbe war (die Gezeiten sind hier ganz schön stark ausgeprägt). Wir haben uns also präpariert, kurze Hose an, extra gekaufte Wasserschuhe und alles Warme was man dabei hatte, natürlich hatte niemand eine Regenjacke dabei... Übrigens, den netten Regenmantel den ich auf den Fotos trage habe ich erst beim zweiten Ausflug an den Strand bekommen, nicht dass ihr denkt, och, sieht doch ganz warm und trocken aus, was meckert sie denn schon wieder rum...
Dann gings für 2 Stunden in den strömenden Regen, die ganze Zeit mindestens mit den Füßen im Wasser. Wir haben uns also angeschaut, was so alles im Sand und an den Felsen kreucht und fleucht, Würmer, Krabben, Austern, Miesmuscheln und einiges andere. Auf dem Weg zurück habe ich niemanden gesehen, der keine blauen Lippen hatte und nicht mit den Zähnen geschlottert hat!! Dann erstmal frische Sachen an, man war ja bis auf die Unterhose durchnässt, Mittagessen und wieder für 2 Stunden raus. Diesmal etwas besser ausgerüstet (ich gehörte zu den wenigen Glücklichen die noch einen Mantel ergattert haben) gings nun zum Seine Netting (keine Ahnung wie das auf Deutsch heißt). Man hat dabei ein 100 Meter langes, aber sehr schmales Netz. Ca. 5 mutige Leute (ich nicht!) laufen dann ein paar Hundert Meter mit einem Ende des Netzes raus in die Fluten, laufen dann irgendwann eine Schleife zurück zum Ufer und dann schaut man sich an was man alles gefangen hat. In unserem Netz waren ne Menge interessanter Fische und als Highlight zwei große Rochen. Leider konnte man die ganze Aktion nicht so richtig würdigen, da man sich einfach den Ars... abgefroren hat!
Zurück auf der Station wurden dann Gruppen gebildet, die sich ein Experiment für den nächsten Tag überlegen sollten, basierend auf einer interessanten Beobachtung die man während des Tages gemacht hat. Unsere Gruppe hat sich den Mulberry Snails gewittmet, einer Schnecke die sich hauptsächlich von Austern ernährt, indem sie ein Loch in diese bohrt und sie dann aussaugt!
Abends haben wir dann noch "Muriels Wedding" geschaut, spielt nämlich in Autralien und ist einfach ein extrem witziger Klassiker.

Am nächsten Morgen gings dann um 8 Uhr an die Arbeit. Erstmal Literaturrecherche zu unseren Schnecken, dann bei endlich strahlendem Sonnenschein raus zu den rocky shores (kenn jetzt leider nur englische Fachbegriffe...) und sehr wissenschaftlich Schnecken zählen und unter Felsen suchen. Hört sich nicht so spannend an, war aber echt interessant und witzig, da man so allerlei Getier unter den Felsen gefunden hat.
Andere Gruppen haben bspw. Seegurken erforscht oder "soldier Krabben" vermessen.
Anschließend musste eine Präsentation über das Experiment und die Ergebnisse erstellt werden. Die letzte Präsentation war um 22:30 Uhr durch, der Tag war also echt extrem lang und arbeitsreich, aber die Arbeit im Feld hat total Spaß gemacht. Außerdem wurden wir alles 3 Stunden mit super leckerem Essen gestärkt, Frühstück, morning tea, Mittagessen, afternoon tea und Abendessen, so lässts sich aushalten.

Der letzte Tag war dann zum Genießen da: Wir sind morgens zu einem anderen Strand gefahren, haben dort eine Wanderung über die Felsküste gemacht und abschließend noch am Strand gefläzt. Dieser Tag war natürlich das Highlight des Trips, wunderschöne Natur, türkisblaues und glasklares Wasser, Sandstrände, Schildkröten, Delfine und in einiger Entfernung ganz viele Buckelwale, die aus dem Wasser gesprungen sind und mit ihren Fluken aufs Wasser geklatscht haben, richtig cool!

Obwohl das Wasser eisig war und der Wind auch recht frisch, sind wir sogar im Meer gewesen. Ich glaube, jetzt kann ich sagen, dass ich wirklich in Australien angekommen bin... Jedenfalls fällt es mir jetzt richtig schwer mich für die Uni zu motivieren, ich hab einfach Blut geleckt und möchte am liebsten nur noch Reisen und die Natur und das Meer genießen!
Heute in Brisbane regnet es wieder und hat sich sehr abgekühlt, ich plane schon den nächsten Trip für nächstes Wochenende...

Freitag, 13. August 2010

Pferderennen

Am Mittwoch war ja der allgemeine Feiertag zum Ekka Fest und im Rahmen dieses Festes war auch ein Pferderennen. Es handelte sich allerdings um ein besonderes Rennen, der Altersdurchschnitt lag bei ca. 23, überall waren DJs, Partystimmung, der Alkohol floss in Strömen und alle waren tierisch aufgemotzt! Wir hatten zuerst noch gezögert hin zu gehen, da es am Tag zu vor ohne Pause geregnet hat (aber wie!!), es blieb dann am nächsten Tag aber zum Glück trocken.
Jedenfalls ließen sich auf diesem Pferderennen echt Studien über Australier betreiben, die Mädels waren sowas von aufgestylt, ich glaube nicht, dass ich das so schon mal in Deutschland gesehen habe: Das Motto lautete, je kürzer das Kleid um so besser und bei den Schuhen, je höher umso besser! Leider habe ich davon nicht so viele Fotos, konnte ja nicht einfach alle Leute fotografieren. Die Jungs hatten Anzug-Pflicht und die Mädels hatten alle sehr teuer aussehende Mini-Cocktail-Kleidchen an.
Auch wenn wir uns ein wenig deplatziert gefühlt haben hatten wir ne Menge Spaß. Die Jungs haben die meiste Zeit alleine für sich gewettet und haben sich so gegenseitig das Geld aus der Tasche gezogen, aber so blieb das Geld wenigstens innerhalb unserer Clique ;-)
Das absolute Highlight war, als ein Pferd kurz vor dem Start ohne Jockey aus der Startbox ausbückste und fast 2 (!!) Runden im gestrecktem Galopp hinlegte. Könnt euch natürlich vorstellen wie die Leute grölten, als das Pferd am Ziel vorbei kam, da hat das Pferd noch mal ordentlich an Speed zugelegt (es dachte ja auch es gewinnt das Rennen, hatte ja alle Verfolger abgehängt). Nach dem es dann die Kollegen, die immer noch in ihren Startboxen warteten, umrundete, hielt es dann irgendwann an, drehte sich um und schaute sehr verdutzt, dass ihm niemand folgte. Na ja, jedenfalls war er der Star des Tages, blöd war nur, dass Dominik auf das Pferd gewettet hatte, aber die ihm das Geld natürlich nicht auszahlen wollten (obwohl es doch eigentlich als erster im Ziel war!).
Es war auf jedenfall ein sehr witziger Tag und ich hab diese Woche ne Menge australische Kultur mitbekommen und ich halte fest: Die Australier sind ein interessantes Völkchen!

Horse Race

Ohhh, sind die süüüüüüüßßßßßßßßßßß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Montag, 9. August 2010

Rugby & Ekka

Ekka Festival

Ekka, die Royal Queensland Show oder auch Brisbane Exhibition genannt, ist der letzte allgemeine Feiertag vor Weihnachten (!!) und feiert unter anderem das Ende des Winters (hab ich noch nicht bemerkt). Ursprünglich ist es ein Farmer- und Agrarfestival, was es zum größten Teil auch noch heute ist. Wir waren reichlich gespannt auf dieses Festival, da es in Brisbane sehr beliebt ist und fast jeder hin geht.
Und ich kann euch sagen, ich habe noch nie ein so seltsames Fest gesehen!!! Ein Hauptbestandtteil sind Wettbewerbe für alles und jeden: Kuchen, Marmelade, Brot, Stickereien, Strickereien, Gemälde, Fotos, Kühe, Schafe, Hühner, Gänse, Katzen, Hunde, Pferde usw.
Das absolute Highlight stellen sogenannte Showbags dar: Tüten, die mit Süßigkeiten, Plastikspielzeug oder sonstigen Staubfängern gefüllt sind, die man total günstig (von wegen!) erwerben konnte. Wirklich JEDER war mit tausenden dieser Tüten beladen!
Insgesamt war es interessant das alles mal gesehen zu haben, ein zweites Mal bekommt mich aber nicht dahin. Hätte ich nicht gewusst das ich in Australien bin, so stelle ich mir ein Fest in Texas oder so vor (man hat doch so seine Vorurteile ;-)).
Na ja, es war ein wenig merkwürdig und ich hab mich dann die meiste Zeit mit Mariza zu den Pferdeshowen zurück gezogen. Mariza reitet in Mexico traditionell im Damensattel und riesigem Kostüm, daher kann ich ihr was über unsere Reitweise erzählen und sie mir über ihre.
Die Country-Livemusik am Abend haben wir uns dann gespart und sind zu Luis nach Hause gefahren. Das ist die Riesen-WG v.a. bestehend aus Südamerikanern und da Luis´Cousin eine Ausbildung zum Koch macht werden wir dort mindestens einmal pro Woche bekocht! Dann hab ich noch Mexico mit Deutschland an der Playstation beim Fußball geschlagen (Ich!!!) und der Tag war perfekt.

Rugby

Letzten Samstag haben wir uns das erste Mal den Nationalsport der Australier angeschaut: Rugby! Wirklich jeder hat das hier schon mal gespielt, mindestens in der Schulzeit. Da meine Uni natürlich auch ihr eigenes Team hat haben wir es uns am Wochenende nicht nehmen lassen sie ordentlich anzufeuern. Da wir allerdings direkt am Spielfeldrand saßen haben wir das ganze Ausmaß dieses brutalen Spiels aus nächster Nähe gesehen. Dieser Sport ist echt nix für Weicheier, dauernd knallen die Spieler mit voller Wucht aufeinander, wir habens häufig Knacken gehört und das alles ohne Protektoren. Sehr beliebt ist es außerdem dem Spieler der einen Sprint mit dem Ball hinlegt, einfach die Füße weg zuziehen. Dies hat zur Folge, dass alle Beteiligten sich dutzendfach überschlagen und das war der Moment in dem wir uns etwas vom Spielfeld entfernt haben, da sie fast auf uns drauf gepurzelt wären...
Zu den Regeln kann ich euch leider nicht viel sagen, ich hab nicht mal verstanden wer am Ende gewonnen hat!
Überhaupt bei diesen ganzen Ei-Sportarten durchzublicken ist nicht so einfach. Es gibt nämlich Rugby League und Rugby Union, eines für die upper class, das andere spielt die lower class (keine Ahnung welches unser Spiel war!). Beide Rugby Arten sind wohl besonders in Queensland beliebt, national hat mittlerweile AFL den ersten Platz auf der Belibtheitsskala eingenommen, auch genannt Australian Rules Football (nicht zu verwechseln mit American Football!). Die spielen natürlich wieder mit einem anderen Ei und haben GANZ andere Regeln wie uns immer wieder eingetrichtert wird.
Ihr seht schon, alles sehr verwirrend und ich habe noch nicht wirklich versucht die Unterschiede zu verstehen. Das alles ist natürlich nix gegen das allseits beliebte Cricket, welches selbst von Leuten die sich wirklich bemühen selten verstanden wird!

Mittwoch, 4. August 2010

RSS-Feed

Hallo meine Lieben,
ist zwar schon ein bisschen spät dafür, aber weil immer noch mal nachfragen kamen wollte ich euch noch mal kurz erklären wie ihr einfach sehen könnt, ob ich etwas neues gepostet habe auf meinem Blog:
Auf meiner Seite findet ihr links ein Feld das sagt: "Blog abonnieren". Wenn ihr dann auf "Posts" klickt und dann auf "Atom" ganz unten öffnet sich ein neues Fenster. Dort klickt ihr einfach "jetzt abonnieren" und dann "hinzufügen" und schon habt ihr ein Lesezeichen in eurer oberen Leiste. Wenn ihr dann auf das Lesezeichen klickt werden sofort alle bisher verfassten Beiträge angezeigt und ihr könnt sehen, ob etwas neues hinzugekommen ist!
Dasselbe kann man übrigens auch mit den verfassten Kommentaren auf meiner Seite machen.

Montag, 2. August 2010

Lone Pine Koala Sanctuary

Gestern haben wir einen Ausflug in eine Art Koala Zoo/Aufzuchtstation gemacht ganz in der Nähe von Brisbane. Zu sehen gab es neben Koalas auch Kängurus, Tasmanische Teufel, Wombats, Vögel, Schlangen, Krokodile usw. Leider hab ich Idiot meine Kamera voher nicht mehr gecheckt und war sicher, dass sie aufgeladen ist, war sie natürlich nicht, daher muss ich mir die Fotos jetzt bei allen anderen schnorren... Das Album werde ich daher in den nächsten Tag noch erweitern!

Auf dem Hinweg haben wir eine Frau getroffen, die uns erstaunt fragte, wo wir denn alle hin wollten, da der Bus so voll war. Als wir ihr unser Ziel mitteilten entgegnete sie nur voller Unverständnis: Aber Koalas sind doch unglaublich langweilig, sie schlafen den ganzen Tag und stinken zudem auch noch bestialisch! Und sie sollte recht behalten, diese supersüßen Tiere stinken einfach unglaublich doll!! Aber dennoch bleiben sie extrem süß und man möchte sie am liebsten knuddeln... Da der Park auch recht touristisch war, konnte man auch Fotos mit einem Koala auf dem Arm machen, das war vielleicht ne Massenabfertigung... Und als ich dann gesehen hab, wie sich ein Koala mit Händen und Füßen gewehrt hat auf den dicken Touri zu steigen (wie ein Kind, dass der doofen Tante keinen Kuss geben will) hab ich beschlossen kein Foto mit Koala zu machen.

Für die, die es noch nicht wussten, der Alltag eines Koalas sieht wie folgt aus: 20 Std./Tag schlafen oder ausruhen, den Rest der Zeit Eukalyptus fressen und davon high werden (die sehen echt high aus!), danach wieder ausruhen! Schönes Leben, oder??
Eukalyptus ist übrigens sehr giftig, daher werden die kleinen Koalas erst mal mit ausgeschiedenem Eukalyptus der Mama gefüttert, sonst würden sie an den Blättern sterben.

Verliebt hab ich mich allerdings in die Kängurus! In einem riesen Gehege laufen sie frei herum und sind so handzahm, dass man allerlei witzige Fotos mit ihnen machen kann. Sind schon putzige Tiere, jedenfalls die kleine Ausgabe von ihnen wie wir sie gesehen haben. Manche der Kollegen werden nämlich bis zu 2 Meter groß und wenn man sich ihre Krallen und Füße anschaut bekommt man doch Respekt!

Zu sehen gab´s außerdem noch eine Lorikeet (Papagei) Fütterung, da flogen dann auf einmal hunderte dieser Vögel um uns herum und machten einen riesen Rabatz! Dann eine Schaf-Hüte-Show, hat mich irgendwie an "Ein Schweinchen namens Babe" erinnert und eine Vorführung eines Riesenpythons, den man auch anfassen durfte, war ganz weich!

Das war jedenfalls ein super schöner Tag und Koalas und Kängurus könnte ich hier den ganzen Tag zuschauen...

Kulturelle Kuriositäten II

Es gibt doch immer wieder interessante Unterschiede:
Meine Mitbewohnerinnen kriegen regelmäßig Schreikrämpfe, wenn sie entdecken, dass an meinem abgespülten Geschirr noch ein bisschen Spülmittel hängt! Sie finden das super eklig, unhygienisch und gesundheitsschädlich... Meine deutsch-karibische Mitbewohnerin (auf Grenada aufgewachsen) hat mich dann auch noch darüber aufgeklärt, dass die meisten anderen Kulturen Deutsche wegen ihres Spülverhaltens immer belächeln.
Ich hingegen kann nicht verstehen, wie man einerseits bei dem Geschirr so penibel sein kann, im Badezimmer jedoch immer ein Schweinestall hinterlässt!! Das ganze Bad steht nach dem Duschen der chinesischen Mädels immer unter Wasser, da sie kein Handtuch für ihre langen Haare benutzen. Nachdem sie dann noch 20x mit ihren Schuhen da durch gelatscht sind, kann sich jeder vorstellen wie der Fußboden schon einen Tag nachdem die Putzfrauen hier waren aussieht. Ganz zu schweigen von dem Zustand der Toilette oder den kleinen Würmern in der Dusche... Das alles sehen sie garnicht oder finden es nicht so schlimm. Mein Glück ist, dass die zwei Mädels unsere zweite Toilette nicht benutzen, da sie ihnen zu kalt ist...

Mittwoch, 28. Juli 2010

Ich hab´s!!!

Meine lieben Daheimgebliebenen,

letzte Woche habe ich eine Zusage für ein Stipendium für mein Auslandssemester hier in Australien bekommen (besser spät als nie...)!!! Ich freu mich natürlich total, dass das doch noch geklappt hat! Auch wenn´s zwar kein Vollstipendium ist, erleichtert es das Leben hier doch allgemein, da die täglichen Ausgaben hier echt happig sind. Hab letzte Woche ein Dokument an der Uni eingescannt und mal eben $3 dafür geblecht. Die lassen sich hier echt alles bezahlen! Da lernt man unsere niedrigen Lebenshaltunskosten in Deutschland doch richtig zu schätzen. Besonders als Student in Deutschland hat man es schon nicht schlecht: gutes und günstiges Mensaessen (hier könnte ich es mir nicht leisten jeden Tag in der Mensa zu essen!), freier Unisport (hier kann man für $70/Monat im eigenen Fitnessstudio trainieren, an Kursen darf man für den Preis aber dann noch nicht teilnehmen, geschweige denn die Tennisplätze oder andere Sportfelder nutzen), W-Lan (gibt´s hier zwar auch, ist aber auch mal wieder limitiert auf 100Mb/Monat) usw.
Aber es gibt auch ein paar günstigere Dinge als in Deutschland (man muss nur ein bisschen suchen): so z.B. Kiwis und Kino. Gestern haben wir uns den Film "Inception" zum Studentenpreis von $5.5 angeschaut. War ein super Film, kann ich euch sehr empfehlen, aber auch eine ganz schöne Herausforderung in Englisch! "Inception" ist die Sorte Film, die man selbst in der eigenen Sprache nicht richtig versteht (jedenfalls nicht, wenn Andy nicht dabei ist um mir den ganzen Film am Ende noch mal zu erklären!).

Letzte Woche hatte ich ja die ganze Woche Orientation-Week. Mit der Woche kam eine ganze Welle deutscher und dänischer Studenten. Seitdem höre ich auf dem Campus manchmal mehr Deutsch als Englisch, gruselig!! Ich tue dann immer so als verstände ich nix, sobald man unter sich ist, ist die Versuchung einfach zu groß Deutsch zu sprechen...

Am Ende der Woche hat´s mich dann auch erwischt: kleine Erkältung wie bei 90% der Menschen um mich herum! Vielleicht sollten die Australier doch einmal ihre Strategie überdenken den Winter einfach dreist zu ignorieren und ihm mit Shorts, T-Shirt und FLIP-FLOPS zu trotzen. Ich glaub allein der Anblick hat mich krank werden lassen!
Bin aber schon wieder recht fit. Langsam wird´s hier auch wärmer, aber seit dem Wochenende regnet es jeden Tag und der Himmel ist voll grauer Wolken, da kommen doch Heimatgefühle auf...

Ansonsten haben diese Woche meine Kurse begonnen (deswegen bin ich ja eigentlich hier...). Ist erstmal eine Einführung in alle Kurse und ich hab mich auch noch nicht endgültig entschieden. Leider gab´s da letzte Woche ein bisschen Verwirrung, da ich in Deutschland die (falsche) Information bekam, ich könne auch postgraduaded Kurse belegen. Postgraduaded Kurse sind Kurse aus dem Masterprogramm und da ich ja schon 3,5 Jahre im Diplom studiert habe, ist es so als wäre ich jetzt im Master. Mit den Psychologen hier in Australien ist es aber etwas kompliziert, die Kurse sind sehr klein und nur wenige bekommen später eine Zulassung als Psychologe praktizieren zu können. Daher haben sie beschlossen garkeine internationale Studenten in die Master-Kurse zu lassen. Da war ich natürlich schon ein wenig angepisst letzte Woche!! Hab mich jetzt aber damit abgefunden, was bleibt mir auch anderes übrig... Ich belege also jetzt nette Bachelor-Kurse wie: Intergroup Relations & Group Processes (so zu Sektenverhalten und son Krams, sehr spannend!), Developmental Disorders of Childhood (ADHS, Autismus, Depression, Angst usw. bei Kindern, hab ich so in Deutschland auch noch nicht gehabt), Psychotherapies & Counselling (verschiedene Psychotherapien, kenne zwar schon die meisten, aber der Kurs geht noch mal etwas tiefer und liefert mir auch neue Ansätze) und finally: Australias´ Marine Environment. Wenn ihr jetzt denkt, häh, das hat doch nix mit dem Psycho-Kram zu tun: Richtig, hat es absolut garnicht! Dafür bietet der Kurs einen Einblick in die Küsten- und Meereswelt Australiens und nimmt mich mit auf Exkursionen zu einer Forschungsstation auf Stradbrook Island und zum Great Barrier Reef, wo wir u. a. auch Nacht-Schnorcheln werden und floureszierendes Plankton beobachten können!! Mehr zu meinen Gründen diesen Kurs zu wählen muss ich glaub ich nicht erklären ;-)

So, genug! Ich geh jetzt bei meinen Freunden essen, da gibt´s heute anlässlich des peruanischen Nationalfeiertages typisches Essen, ich bin gespannt!

Bis ganz bald,
Eure Katharina

PS: Für die, die ihn kannten, liebten und vermissen werden: Unser grüner Ford ist verkauft :-( für 50 €... ich könnt heulen...

Montag, 19. Juli 2010

...

Zeit für die neuesten News:
Freitag war der letzte Tag des Englisch-Kurses, alle mussten noch eine Präsentation über ihr Essay-Thema halten, war aber alles eher in lockerer Stimmung gehalten. Ich hab über was psychologisches referiert und nur in fragende Gesichter geschaut. 95% der internationalen Studenten machen hier ja Business-Gedöns (vorallem die Asiaten sehen keinen Sinn darin andere Dinge zu studieren)... Alle waren aber sehr interessiert und haben tausend Sachen gefragt, somit wurden aus geplanten 10 Minuten Präsentation dann eher 30!
Insgesamt ist es für mich echt eine Umstellung mit so vielen BWLern Kontakt zu haben und ich vermiss doch schon meine Psychos zu Hause!! Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass alle noch so in Partystimmung sind oder ob es ein genereller Unterschied ist, aber meine Erfahrung bisher ist, dass alles hier ein bisschen oberflächlicher ist. Es ist unglaublich einfach dutzende von Menschen kennen zu lernen, aber etwas tiefere Gespräche waren bisher nur mit 2 Mädels möglich (Mariza, meine mexikanische Freundin und Irina, meine neue deutsch-karribische Mitbewohnerin).
Letztens unterhielt ich mich mit jemandem über psychische Krankheiten, da unterbrach uns ein australisches Mädel, ob wir nicht das Thema wächseln könnten, das wäre doch so traurig und depressiv über so etwas zu sprechen... Und als ich mich ein anderes Mal bei jemandem (aus Kanada) über einen meiner extrem unkritischen und profitgeilen Business-Klassenkameraden beschwerte, entgegnete dieser nur, wir Deutschen müssten auch immer die Moralapostel spielen... Na ja, ich bin gespannt ob ich da noch andere Eindrücke bekomme.

Samstag waren wir dann auf dem French-Festival in der Stadt direkt am Brisbane River. Dort scheint es häufig Kulturfeste zu geben und es war auch ganz nett. Ein großer Unterschied zu unseren Festen isr allerdings, dass bei uns jeder zweite Stand eine Fressbude ist, hier gab es für tausende von Menschen nur 2 Stände mit französichem Essen. Für einen Crépes musste man also mind. 30 Minuten Warteschlange in Kauf nehmen und da wir in Europa all so ein Zeugs ja an jeder Ecke bekommen war ich auch nicht so heiß darauf.
Abends waren wir dann wieder aus, nett ist hier, dass es viele Bars mit Livemusik gibt, für jeden Geschmack ist was dabei und man zahlt meist nicht mal Eintritt sondern nur für Getränke.

Heute begann dann die Orientation-Week. Ich hatte heute noch keine Veranstaltung, als study-abroad-Student nimmt dich hier ja eh keiner so ernst, da die wohl nur fürs Partymachen bekannt sind... Für mich ist diese Woche aber recht wichtig, da ich meine Kurse noch nicht fest gewählt habe. In manche Kurse komme ich anscheinend doch nicht rein, also muss ich alles wieder umschmeißen und dann kollidieren auch noch einige Kurse miteinander. Mein Problem ist eigentlich, dass ich aus tausenden von Kursen auswählen kann und das Angebot einfach zu groß ist. Aber ich hoffe, nach einer persönlichen Beratung seh ich etwas klarer.

Ansonsten fänd ich´s gut wenn ihr die warme Luft mal ein bisschen kräftiger zu mir rüber pusten könntet, besonders wenn´s dunkel ist (was um 18 Uhr der Fall ist) frier ich mir nämlich einiges ab hier!

Liebe Grüße an euch alle,
eure Katharina

Mittwoch, 14. Juli 2010

Sonntag, 11. Juli 2010

Mein Weg zur Uni

Springbrook National Park

Wo sind all´die Spinnen & Schlangen??

So, ich bin jetzt etwas über 2 Wochen in Australien (fühlt sich aber an wie mind. 2 Monate), dauernd erzählen mir irgendwelche Menschen Horrorgeschichten über die abermillionen tödlichen Tiere in Australien, ich mach extra einen Ausflug in den Regenwald um endlich mal ein Tier zu Gesicht zu bekommen und was ist: Nicht mal ein Spinnchen hab ich zu Gesicht bekommen! Laut Rob, unserem Guide, machen alle Schlangen noch Winterschlaf, in ca. 8 Wochen sind sie dann auf Futtersuche... ich freu mich schon...
Aber mal von vorne: Letzte Woche haben wir beschlossen mal einen der vielen Ausflüge, die von der Uni angeboten werden, zu buchen. Springbrook National Park hieß das Ziel, ca. 1 1/2 Stunden Autofahrt entfernt von Brisbane und versprach Wasserfälle, Regenwald und wilde Tiere! Die Horrorgeschichten, die mir daraufhin von allen Seiten zugetragen wurden, reichten von kleinen Bären, die sich vom Baum auf dich fallen lassen und dir das Gesicht zerkratzen, Spinnen, deren Gift deine Haut bis auf den Knochen auflöst, Zecken & Blutegel, Pflanzen, die nach Hautkontakt 24 Stunden qualvolle Schmerzen bereiten usw. Ich war also dementsprechend auf alles gefasst. Und ich kann euch sagen, ich bekam nichts dergleichen zu Gesicht, geschweige denn, in Kontakt mit!
Trotzdem, oder deswegen, war es ein grandioser Ausflug! Stellenweise hatte ich wirklich das Gefühl im Regenwald zu sein, alles war sehr dicht bewachsen, riesige Bäume, alles nass und ein paar Wasserfälle.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich mich hier richtig wohl fühle. Das liegt vorallem daran, dass ich eine nette Bleibe gefunden habe, aber noch mehr an den tollen Leuten die ich über den Englisch-Kurs an der Uni kennengelernt habe. Alle zusammen sind wir ca. 15 Leute und ich kann von keinem sagen, dass er oder sie mir unsympathisch wäre. Am meisten zusammen bin ich mit einer kleineren Gruppe aus Südamerikanern und einem Deutschen, da wir alle sehr nah beieinander wohnen sehen wir uns recht häufig. Praktisch ist auch, dass man sich so ein Taxi in die Stadt und zurück teilen kann, da Busse/Bahnen hier nur bis 00:30 Uhr fahren. Freitag abend ist hier Ausgeh-Tag und auch wir haben uns die letzten beiden Wochen unters Volk gemischt. Es gibt hier einige nette Bars in denen auch viel getanzt wird. Die Aussies sind teilweise gewöhnungsbedürftig, sehr betrunken und zetteln auch mal ne Schlägerei an. Ich war jedenfalls ganz froh mit meiner netten Truppe unterwegs zu sein und auch ein paar Jungs dabei zu haben, die uns Mädels betrunkene Australier vom Leib gehalten haben. Außerdem wird der eh schon sehr breite Aussie-Slang mit steigendem Promille-Wert immer unverständlicher, für mich fast unmöglich eine Unterhaltung (mit Disko-Musik im Hintergrund) zu führen. Nach einer langen Nacht und etwas zu viel Rum war der Samstag dann auch eigentlich für mich gelaufen, bis ich aus dem Bett kam war es auch schon wieder dunkel, leider sind die Tage hier noch echt kurz.

Morgen geht´s dann in die letzte Woche Englisch-Kurs. Und vlt bekomme ich noch eine neue Mitbewohnerin, derzeit sind wir zu viert: 2 Chinesinnen und 1 Iranerin. Die sind alle sehr nett, aber es ist schon eher ´ne Zweckgemeinschaft. Das ist für mich vollkommen ok, da ich eh fast nur unterwegs bin und zu Hause eigentlich nur schlafen, essen oder arbeiten will, die Iranerin hat sich aber schon bei mir beschwert, dass es hier so ruhig wäre...

So, jetzt muss ich mich noch um einen Essay für den Englisch-Kurs kümmern, ist eigentlich ne super Möglichkeit für die Uni zu üben, ich bin aber leider so garnicht motiviert...

Genug News für diese Woche,
liebe Grüße an alle daheim,
eure Katharina

Montag, 5. Juli 2010

Kulturelle Kuriositäten

Sehr witzige Situation heute:
Ali, mein iranischer Klassenkamerad, sprach mich heute an und wollte, dass ich ihm jetzt mal richtig zeige, wie man sich bei uns in Deutschland begrüßt/verabschiedet. Er beschwerte sich, dass man sich im Englisch-Kurs ja immer nur "Hallo" sagen würde, aber als wir am Freitag abend alle zusammen aus waren, hätte man sich plötzlich umarmt... Er sei daraufhin so verwirrt gewesen, dass er bei unserer Begrüßung einfach nur da gestanden habe, seine Arme und Beine von sich gestreckt habe(und machte dabei eine Pose, die unmittelbar zu schallendem Gelächter aller beteiligten Personen führte und uns erst 15 Minuten später wieder ein verständliches Wort herverbringen ließ) und passiv darauf gewartet habe, was nun folgen möge... Der Arme, die Jungs tuscheln auch schon hinter seinem Rücken, weil es im Iran üblich ist alle Männer mit Küsschen zu begrüßen, hier aber natürlich nicht...

Sonntag, 4. Juli 2010

1st Barbie

Samstag, 3. Juli 2010

Die erste Woche Oz

Ich lebe noch!!!!

Hallo ihr Lieben,
ja ich gebe zu, ich hab mir ein bisschen Zeit gelassen mit meinem ersten Lebenszeichen, aber ich musste mich erstmal sammeln...
Ich fang am besten mal von vorne an:
Nachdem ich wie ein aufgescheuchtes Huhn durch den D´dorfer Flughafen gelaufen bin, um jemanden zu finden der mir diese blöde (oder wie die Aussis sagen würden "bloody") blutverdünnende Spritze in den Bauch zu jagen und ein Apotheker meinem Hundeblick nach 20 minütiger Diskussion nicht mehr wiederstehen konnte, stieg ich also, mit den Nerven schon völlig am Ende, in die Luxusmaschine von Emirates. Leider stellte die sich jedoch als alles andere als luxuriös heraus. Ich bin ja nun echt nicht groß, aber die meiste Zeit waren meine Knie am Sitz des Vordermannes...
Die 4 Stunden Aufenthalt in Dubai habe ich genutzt um ein wenig auf einer Liege zu schlummern, der Transitbereich ist allerdings zu runter gekühlt, dass ich mehr gebibbert habe als geschlafen und Studien über die Leute dort betrieben habe. Es scheint dort übrigens nur grüne und blaue Plastik-Flipflops zu geben, das sieht echt zum Piepen aus, wenn die in ihren weißen Gewändern alle mit den gleichen Flipflops rum laufen, hab leider kein Foto davon.
Auf dem zweiten Flug saß ich neben einer Italienerin, die, wie sich nach der Hälfte des Fluges rausstellte, an die selbe Uni wie ich geht. Das war natürlich ganz schön, weil wir in den ersten Tagen viele Dinge zusammen erledigen konnten.

Ich kam also morgens um 6:30 Uhr in Brisbane an, völlig übermüdet, bin dann aber direkt zur Uni gefahren, weil dort eine Willkommensveranstaltung für neue Studenten lief. Anschließend habe ich das erste Hostel bezogen, welches seinem Namen alle Ehre machte: "Somewhere to stay" eben. Ich habs dort 2 Nächte ausgehalten, es war dort echt total verdreckt, hat gestunken und meine Zimmernachbarn sind eigentlich nur herum getorckelt...
Also gings ab ins nächste Hostel, das war dann echt super. Zusammen mit der Italienerin habe ich mich dann auf Wohnungssuche begeben: ich glaube wir haben 12 Häuser gesehen und ich war echt schon etwas verzweifelt, weil alle super verdreckt waren, aber natürlich dennoch astronomisch teuer. Jedenfalls kann ich mit deinen Wohnungssucherlebnissen, liebe Barbara, nun locker mithalten, da waren echt ein paar Freaks dabei, unglaublich!

Mittwoch bin ich dann in das einzige einigermaßen saubere Haus gezogen: ich teile Bad und Küche mit 4 anderen Leuten, derzeit sind aber noch nicht alle Zimmer voll belegt. Ich hoffe es kommen noch ein paar Nicht-Asiaten hinzu (was hier übrigens sehr unwahrscheinlich ist, da alles von Chinesen und Vietnamesen in Beschlag genommen ist). Nichts gegen die chinesichen Mädels in meinem Haus, sind nette Mädels, allerdings scheint es bei denen normal zu sein, dass man seine Haare im Bad auf den Boden schmeißt und nach dem Kochen ist halt manchmal das ganze Haus von undefinierbaren, üblen Gewürzen eingereuchert. Im Moment versuche ich sie noch davon zu überzeugen, dass wir unser Internet erweitern. Hier gibt es nähmlich nicht so etwas wie Internet-Flatrates wie es bei uns üblich ist, hier kauft man eine Gigabite-Menge (in unserem Fall 20 G für 5 Personen), und wenn diese aufgebraucht ist funktioniert das Internet zwar noch, ist aber unglaublich langsam, sodass bspw. skypen unmöglich wird. Leider sind die asiatischen Mädels hier sehr schüchtern und nicht sehr entscheidungsfreudig, es wird mich also noch etwas Mühe kosten sie dazu zu bewegen 50 G zu buchen, was $6 mehr für jeden von uns hieße.
Überhaupt sind die Lebenshaltunskosten hier echt happig! Ich zahle bspw. $620 pro Monat für mein Zimmer, was eher dem unteren Ende der Mietpreise hier entspricht. Ein Zimmer in einem der vielen Studentenwohnheime bekommst du nicht unter $880/Monat. Es gibt für Studenten zwar einige Vergünstigungen, öffentliche Verkehrsmittel sind aber dennoch teuer und auch nicht so gut ausgebaut wie bei uns.

Überhaupt ist die Fortbewegeung hier schwierig, da der Fluß die Stadt in 2 Hälften teilt, es jedoch nur wenige Brücken gibt. Eine weitere Möglichkeit sind die CityCats, kleine Fähren die ständig den Fluss abfahren, aber halt auch nur auf einem kleinen Abschnitt.
Ich laufe nun immer zur Uni, mit der Abkürzung über den Friedhof brauche ich dann auch nur 20 Minuten, was hier echt nix ist. Zusätzlich wird das viele Laufen durch tausende von Hügeln erschwert. Das ist echt unglaublich was die hier an Steigungen haben, ich werde demnächst mal Fotos davon machen. Ich kann euch nur sagen, nach den ersten zwei Tagen hatte ich heftige Schmerzen im Po und den Beinen, echt fies die Hügel.

Seit Montag nehme ich an einem Englisch-Kurs für akademisches Englisch teil. Manche Dinge könnte ich mir zwar sparen, da wir aus Deutschland ja vertraut sind mit englischen Artikeln, aber der Kurs ist ne super Möglichkeit Leute kennenzulernen. Mein Bekanntenkreis umfasst mittlerweile knapp 20 Leute und beinhaltet Mexico, Chile, Peru, Italien, China, Thailand, Iran, Pakistan, Norwegen und Vietnam, nur Australier sieht man hier slten ;-) Das ist echt ne richtig nette Truppe, man lernt viel über andere Kulturen und alle sind in der selben Situation hier. Heute abend werden wir dann das Spiel gegen Argentinien verfolgen, alle sind natürlich für Deutschland, in Südamerika mag die Argentinier nämlich niemand!

Ach so, bevor ich´s vergesse und ihr denkt, oh hat die es gut, die ist im schönen und immer angenehm, warmen Australien... von wegen... ich frier mir hier den Arsch ab! Diese typischen Häuser (auch genannt Queenslander) verfügen über quasi keine Isolierung oder wenn, dann nur über eine die es schafft, dass es innen kälter als draußen ist. Die Fenster schließen nicht nahtlos, so dass mich meine Vermieterin mit drei Decken ausgestattet hat, damit es wenigsten im Bett warm ist. Regen hatten wir auch schon einigen und es war die letzten Tage so kalt wie seit 22 Jahren nicht mehr, aber heute scheint die Sonne!

So, ich denke das genügt für´s erste, ich werd euch weiterhin auf dem Laufenden halten und freu mich von euch zu hören!

Bis bald,
eure Katharina