Titel

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Mittwoch, 28. Juli 2010

Ich hab´s!!!

Meine lieben Daheimgebliebenen,

letzte Woche habe ich eine Zusage für ein Stipendium für mein Auslandssemester hier in Australien bekommen (besser spät als nie...)!!! Ich freu mich natürlich total, dass das doch noch geklappt hat! Auch wenn´s zwar kein Vollstipendium ist, erleichtert es das Leben hier doch allgemein, da die täglichen Ausgaben hier echt happig sind. Hab letzte Woche ein Dokument an der Uni eingescannt und mal eben $3 dafür geblecht. Die lassen sich hier echt alles bezahlen! Da lernt man unsere niedrigen Lebenshaltunskosten in Deutschland doch richtig zu schätzen. Besonders als Student in Deutschland hat man es schon nicht schlecht: gutes und günstiges Mensaessen (hier könnte ich es mir nicht leisten jeden Tag in der Mensa zu essen!), freier Unisport (hier kann man für $70/Monat im eigenen Fitnessstudio trainieren, an Kursen darf man für den Preis aber dann noch nicht teilnehmen, geschweige denn die Tennisplätze oder andere Sportfelder nutzen), W-Lan (gibt´s hier zwar auch, ist aber auch mal wieder limitiert auf 100Mb/Monat) usw.
Aber es gibt auch ein paar günstigere Dinge als in Deutschland (man muss nur ein bisschen suchen): so z.B. Kiwis und Kino. Gestern haben wir uns den Film "Inception" zum Studentenpreis von $5.5 angeschaut. War ein super Film, kann ich euch sehr empfehlen, aber auch eine ganz schöne Herausforderung in Englisch! "Inception" ist die Sorte Film, die man selbst in der eigenen Sprache nicht richtig versteht (jedenfalls nicht, wenn Andy nicht dabei ist um mir den ganzen Film am Ende noch mal zu erklären!).

Letzte Woche hatte ich ja die ganze Woche Orientation-Week. Mit der Woche kam eine ganze Welle deutscher und dänischer Studenten. Seitdem höre ich auf dem Campus manchmal mehr Deutsch als Englisch, gruselig!! Ich tue dann immer so als verstände ich nix, sobald man unter sich ist, ist die Versuchung einfach zu groß Deutsch zu sprechen...

Am Ende der Woche hat´s mich dann auch erwischt: kleine Erkältung wie bei 90% der Menschen um mich herum! Vielleicht sollten die Australier doch einmal ihre Strategie überdenken den Winter einfach dreist zu ignorieren und ihm mit Shorts, T-Shirt und FLIP-FLOPS zu trotzen. Ich glaub allein der Anblick hat mich krank werden lassen!
Bin aber schon wieder recht fit. Langsam wird´s hier auch wärmer, aber seit dem Wochenende regnet es jeden Tag und der Himmel ist voll grauer Wolken, da kommen doch Heimatgefühle auf...

Ansonsten haben diese Woche meine Kurse begonnen (deswegen bin ich ja eigentlich hier...). Ist erstmal eine Einführung in alle Kurse und ich hab mich auch noch nicht endgültig entschieden. Leider gab´s da letzte Woche ein bisschen Verwirrung, da ich in Deutschland die (falsche) Information bekam, ich könne auch postgraduaded Kurse belegen. Postgraduaded Kurse sind Kurse aus dem Masterprogramm und da ich ja schon 3,5 Jahre im Diplom studiert habe, ist es so als wäre ich jetzt im Master. Mit den Psychologen hier in Australien ist es aber etwas kompliziert, die Kurse sind sehr klein und nur wenige bekommen später eine Zulassung als Psychologe praktizieren zu können. Daher haben sie beschlossen garkeine internationale Studenten in die Master-Kurse zu lassen. Da war ich natürlich schon ein wenig angepisst letzte Woche!! Hab mich jetzt aber damit abgefunden, was bleibt mir auch anderes übrig... Ich belege also jetzt nette Bachelor-Kurse wie: Intergroup Relations & Group Processes (so zu Sektenverhalten und son Krams, sehr spannend!), Developmental Disorders of Childhood (ADHS, Autismus, Depression, Angst usw. bei Kindern, hab ich so in Deutschland auch noch nicht gehabt), Psychotherapies & Counselling (verschiedene Psychotherapien, kenne zwar schon die meisten, aber der Kurs geht noch mal etwas tiefer und liefert mir auch neue Ansätze) und finally: Australias´ Marine Environment. Wenn ihr jetzt denkt, häh, das hat doch nix mit dem Psycho-Kram zu tun: Richtig, hat es absolut garnicht! Dafür bietet der Kurs einen Einblick in die Küsten- und Meereswelt Australiens und nimmt mich mit auf Exkursionen zu einer Forschungsstation auf Stradbrook Island und zum Great Barrier Reef, wo wir u. a. auch Nacht-Schnorcheln werden und floureszierendes Plankton beobachten können!! Mehr zu meinen Gründen diesen Kurs zu wählen muss ich glaub ich nicht erklären ;-)

So, genug! Ich geh jetzt bei meinen Freunden essen, da gibt´s heute anlässlich des peruanischen Nationalfeiertages typisches Essen, ich bin gespannt!

Bis ganz bald,
Eure Katharina

PS: Für die, die ihn kannten, liebten und vermissen werden: Unser grüner Ford ist verkauft :-( für 50 €... ich könnt heulen...

Montag, 19. Juli 2010

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Zeit für die neuesten News:
Freitag war der letzte Tag des Englisch-Kurses, alle mussten noch eine Präsentation über ihr Essay-Thema halten, war aber alles eher in lockerer Stimmung gehalten. Ich hab über was psychologisches referiert und nur in fragende Gesichter geschaut. 95% der internationalen Studenten machen hier ja Business-Gedöns (vorallem die Asiaten sehen keinen Sinn darin andere Dinge zu studieren)... Alle waren aber sehr interessiert und haben tausend Sachen gefragt, somit wurden aus geplanten 10 Minuten Präsentation dann eher 30!
Insgesamt ist es für mich echt eine Umstellung mit so vielen BWLern Kontakt zu haben und ich vermiss doch schon meine Psychos zu Hause!! Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass alle noch so in Partystimmung sind oder ob es ein genereller Unterschied ist, aber meine Erfahrung bisher ist, dass alles hier ein bisschen oberflächlicher ist. Es ist unglaublich einfach dutzende von Menschen kennen zu lernen, aber etwas tiefere Gespräche waren bisher nur mit 2 Mädels möglich (Mariza, meine mexikanische Freundin und Irina, meine neue deutsch-karribische Mitbewohnerin).
Letztens unterhielt ich mich mit jemandem über psychische Krankheiten, da unterbrach uns ein australisches Mädel, ob wir nicht das Thema wächseln könnten, das wäre doch so traurig und depressiv über so etwas zu sprechen... Und als ich mich ein anderes Mal bei jemandem (aus Kanada) über einen meiner extrem unkritischen und profitgeilen Business-Klassenkameraden beschwerte, entgegnete dieser nur, wir Deutschen müssten auch immer die Moralapostel spielen... Na ja, ich bin gespannt ob ich da noch andere Eindrücke bekomme.

Samstag waren wir dann auf dem French-Festival in der Stadt direkt am Brisbane River. Dort scheint es häufig Kulturfeste zu geben und es war auch ganz nett. Ein großer Unterschied zu unseren Festen isr allerdings, dass bei uns jeder zweite Stand eine Fressbude ist, hier gab es für tausende von Menschen nur 2 Stände mit französichem Essen. Für einen Crépes musste man also mind. 30 Minuten Warteschlange in Kauf nehmen und da wir in Europa all so ein Zeugs ja an jeder Ecke bekommen war ich auch nicht so heiß darauf.
Abends waren wir dann wieder aus, nett ist hier, dass es viele Bars mit Livemusik gibt, für jeden Geschmack ist was dabei und man zahlt meist nicht mal Eintritt sondern nur für Getränke.

Heute begann dann die Orientation-Week. Ich hatte heute noch keine Veranstaltung, als study-abroad-Student nimmt dich hier ja eh keiner so ernst, da die wohl nur fürs Partymachen bekannt sind... Für mich ist diese Woche aber recht wichtig, da ich meine Kurse noch nicht fest gewählt habe. In manche Kurse komme ich anscheinend doch nicht rein, also muss ich alles wieder umschmeißen und dann kollidieren auch noch einige Kurse miteinander. Mein Problem ist eigentlich, dass ich aus tausenden von Kursen auswählen kann und das Angebot einfach zu groß ist. Aber ich hoffe, nach einer persönlichen Beratung seh ich etwas klarer.

Ansonsten fänd ich´s gut wenn ihr die warme Luft mal ein bisschen kräftiger zu mir rüber pusten könntet, besonders wenn´s dunkel ist (was um 18 Uhr der Fall ist) frier ich mir nämlich einiges ab hier!

Liebe Grüße an euch alle,
eure Katharina

Mittwoch, 14. Juli 2010

Sonntag, 11. Juli 2010

Mein Weg zur Uni